Chorleiter:
Tobias Burann-Drixler
Tel.: 0172/7089295
E-Mail: tobias.drixler@gmx.de

1. Vorsitzender:

Dr. Jürgen Reichardt
Tel.: 08232/73268
E-Mail: vorsitzender1@kammerchor-schwabmuenchen.de

2. Vorsitzende:

Martina Maisterl
Tel.: 08195/932672
E-Mail: vorsitzender2@kammerchor-schwabmuenchen.de

Stimmbildner:

Florian Dengler
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Pressereferentin:

Sybille Heidemeyer
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Schwabmünchner Allgemeine, 2.5.2008


Zigeunerzauber mit dem Kammerchor


Schwabmünchen (wifu) - Zigeunerzauber brachte der Kammerchor Schwabmünchen jetzt in die Stadthalle. "Zigeunerliebe- und -leben" war das traditionelle Frühjahrskonzert betitelt, bei dem die Zuhörer in der ausverkauften Stadthalle eine perfekt inszenierte Aufführung erlebten. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger des Kammerchors durch die virtuosen Solisten Johannes Bosch (Klavier) und Gyula Radics (Geige).

Das facettenreiche Programm bestand vorwiegend aus Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Johann Strauß, Moritz Hauptmann und Vittorio Monti. Annette Harzenetter bildete mit einfühlsamen Gedichten und Gedanken die Übergänge zu den Liedern und Musikstücken.

Zu Beginn des Konzertes ließ Chorleiter Tobias Drixler den farbenfroh bekleideten Chor mit dem Lied "Lustig ist das Zigeunerleben" durch den Saal einmarschieren und Präsidentin Christine Reiniger erläuterte das Motto des Abends. Der Begriff "Zigeuner" sei in unserer Zeit ersetzt durch das Wort "Roma", erzählte Reiniger. Ihre Musik ist geprägt von Einflüssen aus Indien und vielen anderen Ländern. Die Roma stammen ursprünglich aus dem indischen Punjab.

Preise bei Wettbewerben gewonnen

Im ersten Konzertblock erklangen das "Frühlingslied" von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms' Walzer und "Zigeunerlieder" sowie "Die Lerche" von Georgias Dinicu. Nicht nur hier glänzten neben dem Chor Johannes Bosch (Klavier) und Gyula Radics (Geige). Bosch ist Dozent an der Musikhochschule in Augsburg. Neben seiner Konzerttätigkeit als Solist und Liedbegleiter machte er Aufnahmen bei mehreren Rundfunksendern und gewann Preise bei internationalen Wettbewerben. Gyula Radics, 1961 in Budapest geboren, stammt aus einer seit 150 Jahren bekannten Musikerfamilie. Kompositionen seines Großvaters werden in Ungarn von Zigeunermusik-Ensembles noch immer gespielt. Bereits mit 14 Jahren trat Radics öffentlich auf. Gastspiele im In- und Ausland brachten Platten- und Fernsehproduktionen mit sich.

"Csárdás", ein Klassiker von Vittorio Monti, der zum Standardrepertoire jeder Zigeunermusikkapelle gehört, gab es danach zu hören. Das Lied "Szomorú Vasárnap (trauriger Sonntag) von Rezsö Seress war auch zu hören. Mit dem Schatz-Walzer aus der Operette "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß ging es nach der Pause weiter. Brahms "Zigeunerlieder" und "Ungarische Tänze" - Themen, die der Komponist von dem berühmten ungarischen Geiger Eduard Reményi gehört und zunächst als Stücke für Klavier zu vier Händen verarbeitet hatte - bildeten den Abschluss dieses Konzertes. Verzaubert spendeten die Zuhörer viel Applaus und forderten Zugaben.