Chorleiter:
Tobias Burann-Drixler
Tel.: 0172/7089295
E-Mail: tobias.drixler@gmx.de

1. Vorsitzender:

Dr. Jürgen Reichardt
Tel.: 08232/73268
E-Mail: vorsitzender1@kammerchor-schwabmuenchen.de

2. Vorsitzende:

Martina Maisterl
Tel.: 08195/932672
E-Mail: vorsitzender2@kammerchor-schwabmuenchen.de

Stimmbildner:

Florian Dengler
Homepage

Pressereferentin:

Sybille Heidemeyer
E-Mail: presse@kammerchor-schwabmuenchen.de


Schwabmünchner Allgemeine, 27.11.1998

Die Schutzpatronin vielstimmig gewürdigt
Kammerchor lässt Loblied für die Hl. Cäcilia erklingen



Der Kammerchor Schwabmünchen mit Solisten. Bild: Herbert Schuhhofer

Klosterlechfeld (MJP)
Musik, wie sie perfekter nur schwer zu überbieten ist. durften Hunderte Zuhörer in der Klosterlechfelder Wallfahrtskirche „Maria Hilf" erleben - ein kirchenmusikalisches Ereignis von tiefster Intention und auch höchsten künstlerischen Niveau. Dem Kammchor Schwabmünchen unter der Gesamtleitung von Christine Freudenthaler-Brosch, der schon oft durch seine qualitativ äußerst hochwertigen Konzerte von sich reden machte, gelang es, auch im diesen Jahr zusammen mit namhaften Solisten nicht nur eine Stunde wertvollen und unvergesslichen Musikgenuss zu schaffen, sondern auch die heilige Cäcilia die Patronin der „Musica Sacra" - mit einem abwechslungsreichen Programm zu ehren.


Stark und sicher

Mit der Suite in D-Dur von G. F. Händel für Trompete und Orgel profilierte sich der schon mit vielen Preisen ausgezeichnete und technisch sehr versierte Trompeter Hans Günter Schwanzer, der dieser strahlenden Satzkomposition mit starken und sicheren Ansatz, sauberer Intonation und einfühlsamen Klängen zu dem ihr angemessenen barocken Glanz verhalf. Er setzte als Ouvertüre einen wahrhaft würdigen Akzent, so dass jeder von den kadenzierenden Harmonien in festliche Stimmung versetzt wurde. Einfühlsam begleitete ihn der in Landsberg tätige Kirchenmusiker Bernhard Brosch, der die für Organisten sehr schweren Passagen sicher und elegant meisterte: Trompete und Orgel verschmolzen zu einem Gesamtkunstwerk.Mit H. Schütz'ens „Also hat Gott die Welt geliebt" - einer bekannten fünfstimmigen Chormotette - bewies nun der Chor, dass Musik nicht nur alle Herzen bewegt, sondern sich auch in einer guten Gemeinschaft zu einer Einheit verbindet: Klare Absprache, dem Stil der Zeit genauestes angepasste Interpretation und höchste Differenzierung in Dynamik, Harmonie und Melodie wurde souverän dargeboten.

Perfekte Technik

Christine Freudenthaler-Broschs sichere Stabführung ließ im „Ubi caritas et amor" von Maurice Durefle den Chor zu einer neuen Höchstleistung auflaufen. Das teilweise bis zu achtstimmige Werk ist nicht nur als ergreifende A-capeIla- Chormotette, sondern auch als wahre Herausforderung für Sänger jeder Stimmlage bekannt: Es ist hier nötig, bewusst aufeinander zu hören, um nicht die filigrane Schönheit der sich reibenden und wieder auflösenden Harmonien zu zerstören.Die bekannte Sopranistin Anja Augustin Schredel bestach im „Exultate Jubilate" von W. A. Mozart durch ihre perfekte Technik der Koloraturkantilenen. Sie ließ aufhorchen, und setzte Licht und Schatten der leggierohaften Leichtigkeit mozärtlicher Verspieltheit bewusst ein, so dass ein jeder innerlich in dieses Gotteslob einstimmen musste. Das aus namhaften Instrumentalisten handverlesene Orchester unterstützte meisterhaft die Solistin, so dass sich ein abwechslungsreicher Dialog zwischen Orchester. Sängerin und Publikum entwickeln konnte.Das Programm wurde von der Messe in C Dur op. 48 von F. Schubert abgerundet. Das Werk bietet für den Chor, die bekannten und hervorhebenswerten Solisten - Cornelia Butz (Alt), Christian Schumertl (Tenor) und Klaus Schredl (Bass) - und Orchester eine Vielzahl von Möglichkeiten, das Können unter Beweis zu stellen.