Chorleiter:
Tobias Burann-Drixler
Tel.: 0172/7089295
E-Mail: tobias.drixler@gmx.de

1. Vorsitzender:

Dr. Jürgen Reichardt
Tel.: 08232/73268
E-Mail: vorsitzender1@kammerchor-schwabmuenchen.de

2. Vorsitzende:

Martina Maisterl
Tel.: 08195/932672
E-Mail: vorsitzender2@kammerchor-schwabmuenchen.de

Stimmbildner:

Florian Dengler
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Pressereferentin:

Sybille Heidemeyer
E-Mail: presse@kammerchor-schwabmuenchen.de


Schwabmünchner Allgemeine, 23.11.1999

Festliche und ergreifende Musik
Bewundernswertes Tonspiel voller Freude und Ausgeglichenheit

Klosterlechfeld (zgp).
Eine wahrhaft gelungene Leistung, eine Stunde festlicher und ergreifender Musik, ein bewundernswertes Tonspiel voller Freude und Ausgeglichenheit - nur unvollkommen lässt sich die sängerische und orchestrale Einheit beschreiben, die der Kammerchor Schwabmünchen mit seiner Chorleiterin Christine Freudenthaler-Brosch in der bis zum letzten Platz besetzten Klosterlechfelder Wallfahrtskirche „Maria Hilf" am Volkstrauertag den begeisterten Zuhörern präsentierte.

Es gehört nun zur Selbstverständlichkeit, dass der Kammerchor Schwabmünchen ein Kirchenkonzert gibt, welches in seiner guten Darbietung nicht nur die Ehre Gottes und der Musik verkündigt, sondern vielmehr die Freude am gemeinsamen Singen und Gestalten zum Ausdruck bringt. Gerade diese spürbare Gemeinschaft und innere Harmonie lassen die Musik schöner undausgeglichener erklingen als es oft möglich is. Zweifelsohne schaffte es der Chor, das Publikum zu fesseln, so dass Raum zum Genießen, zur Betrachtung und zum angespannten Zuhören entstand.

Mit dem bekannten Konzert in d-Moll für Violine und Oboe von Johann Sebastian Bach begann die knappe Stunde kirchenmusikalischer Genussfreude. Die junge, engagierte Geigerin Maria Kranzfelder vollendet das bachsche Prinzip in Klarheit und strenger Form genauso exakt, wie sie in den sensiblen Passagen des zweiten Satzes einen sanften, ausdrucksstarken Ton bewies. Ihre Phrasierung, ihre wohl überlegten Schwerpunkte und ihre tonliche Wahrnehmung ergänzten sich mit der Oboe zu einem barocken Kunstwerk. Ulrich Schreiber (Oboe) zeigte überlegen nicht nur die hohe Kunst des Oboe-Spielens in einer kalten Kirche, sondern setzte zahlreiche Lichtpunkte in diesem melancholischen, zu tiefst menschlichen Werk: Trotz geringer Schwankung in der Intonation und fast zu ausgeglichenem Tempo gelang dieses Konzert zu einem ersten und faszinierenden Höhe punkt. Drei a-capella- Chormotetten zum Jahr des Vaters zeigten das hohe Niveau. Gerade bei diesen in ihrer Schwierigkeit nicht zu verachtenden teils fünfstimmigen Werken ist das ständige Hören unabdingbar. Der durchbrochene Satz „O Vater aller Frommen" von Andreas Hammerschmidt hätte trotz allen Könnens noch selbstverständlicher und fließender sein können. Bei Strawinskys „Pater noster" wurde das Schwebende dieser an einen gregorianischen Choral erinnernden Komposition deutlich. Der Höhepunkt und Programmschwerpunkt war Mozarts Krönungsmesse, welche ob ihrer Bekanntheit gerade nicht einfach ist. Eine an Mozart angepasste Interpretation dieser Messe zu finden, ist nicht leicht. Durch die brillanten Solisten Michaela Gumpp-Peters als Sopran, Christina Epp (Alt), Wolfgang Frisch (Tenor) und Wolfgang Niggel (Bass), welche zu einer ergreifenden Einheit verschmolzen, reife sängerisch Leistung mit meist guter Aussprache und relativ sicherer Intonation sowie einem ausgewogenen Orchester blieben keine Fragen mehr offen. Die Kritik verstummt da, wo Gutes anfängt. Reicher, fast nicht endender Applaus für die gute Leistung und die einzigartige, harmonische Stimmung.