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Stimmbildner:

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Schwabmünchner Allgemeine, 15.05.2001

Konzert zum eigenen Geburtstag
Zum fünfjährigen Bestehen beschenkt der Kammerchor Schwabmünchen das Publikum


Zu seinem fünfjährigen Bestehen beschenkte der Kammerchor Schwabmünchen
seine Zuhörer mit einem großartigen Jubiläumskonzert. Die Pianisten Matthias Gyr und Michael-Johannes Pils begeisterten mit J.S. Bachs Konzert für zwei Klaviere.

Schwabmünchen (kahu).
Ein herausragendes Musikerlebnis offenbarte der Kammerchor Schwabmünchen inder Stadthalle Schwabmünchen mit einer Mischung instrumentaler und vokaler Musik. Das niveauvolle und ansprechende Programm zum fünfjährigen Bestehen des Chores erstreckte sich von Barock über Romantik bis hin zu zeitgenössischer Musik und steigerte sich stetig bis zum Höhepunkt des Konzertes: Carl Orffs imposantes Werk „Carmina Burana".

Wunderschöne cantable Cellomelodien in Antonin Dvoräks Klavierquintett op.81 leiteten das herausragende Konzert ein. Die vier Streicher mit langjähriger Konzerterfahrung bei den Münchner Philharmonikern und der hervorragende Schwabmünchner Pianist Michael- Johannes Pils harmonierten perfekt. Dvorak stellt in diesem 1887 entstandenem Werk eine ansprechende Verbindung von deutscher Romantik und folkloristischen Klängen seiner Heimat her. Die so entstandenen kontrastreichen Wechsel von romantisch-melodiösen und furiosen temperamentvollen Themen interpretierte das Quintett sehr schön. Die Streicher setzten ihr anspruchsvolles Zusammenspiel meist gekonnt um, besonders aber überzeugte der Pianist in seiner mal imposanten mal einfühlsamen Spielweise, die er stets an den Charakter des Werks anpasste und so den ausdrucksstarken Vortrag des Ensembles steigerte.

Nach diesem romantischen Instrumentalwerk folgte mit „Three Madrigals" Chormusik der zeitgenössischen Komponistin Emma Lou Diemers. Ihre drei Vertonungen zu Liebeslyrik von Shakespeare entfalteten unterschiedlichste Stimmungen. Archaische Elemente aber auch Anleihen an Jazz- und Salonmusik rührten zu einer Fülle verschiedener Gestaltungsmerkmale, so dass die „Liebe" einerseits schwankend-spielerisch, andererseits mystisch-drohend erschien. Ebenso abwechslungsreich wurde das Thema „Liebe" in drei acapella Chorsätzen von Hans Leo Hassler, ]ohann Friedrich Reichhardt und Johannes Brahms behandelt. Der Chor präsentierte sich unter der Leitung von Christine Freudenthaler-Brosch in perfekter Harmonie und bestach durch einheitliches Phrasieren, Absprechen und dynamisches Gestalten.

Intensives Erlebnis

Ein zentrales Werk im Programm bildete das Konzert für zwei Klaviere in C-Dur von Johann Sebastian Bach. Technische Perfektion kombiniert mit Musikalität und Ausdruckskraft prägten dieses Werk. Die beiden Pianisten Matthias Gyr und Michael-Johannes Pils konzertierten auf höchstem Niveau.
In homogenem Zusammenspiel und in konkurrierendem abwechselnd solistischen Spiel entfalteten beide Spieler ihr Können und ihre Virtuosität. Unterstützt wurde das Musikerlebnis von einem Streicherensemble. Nach einem kontrastreichen „Allegro moderato" folgte ein ruhiges „Adagio ovvero Largo'' und leitete in eine dem Bach'schen Stil entsprechende heiter bewegte Fuge über.

Abgerundet wurde das Konzert mit Liedern aus Carl Orffs bekanntem Werk „Carmina Burana" für Chor und zwei Klaviere. Seinen unverwechselbaren Stil der mal imposante, grandiose und mal schwebende- transparente Klänge umfasst, bestimmen im Fundament besonders Ostinati, Bordunklänge und ein kräftiges Schlagwerk. Dieses facettenreiche Klangspektrum setzten die beiden Pianisten, deren Aufgabe nicht nur die reine Begleitung war, großartig um. Beeindruckender war aber noch die gesangliche Leistung des Chors; Die Lieder forderten großes Können von den Sängerinnen und Sängern. Unter Stabführung von Christine Freudenthaler-Brosch verschmolzen die Stimmen zu einem einzigen gewaltigen Klangkörper, der den Klangraum voll ausschöpfte und zum Abschluss des grandiosen Konzertes begeisterte.