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Schwabmünchner Allgemeine, 22.11.2001

Werke von Bach bis Bruckner
Der Tod war Thema eines gut besuchten Konzerts in der Wallfahrtskirche


Klosterlechfeld (pau).
Mehr Stühle mussten noch herbeigeschafft und in den Seitengängen aufgestellt werden, weil die Kirchenbänke schon eine Viertelstunde vor Konzertbeginn voll besetzt waren. Mit Werken von Bach bis Bruckner alle kreisend um das Thema Tod - gab der Kammerchor Schwabmünchen, verstärkt durch Landsberger Sänger und vier Solisten, ein Konzert in der Wallfahrtskirche „Maria Hilf".

„Ich habe genug, ich habe den Heiland, das Hoffen der Frommen, auf meine begierigen Arme genommen; ich habe genug". Der greise Simeon hat am Fest Maria Reinigung, 40 Tage nach der Geburt Jesu, prophetisch im Tempel Christus als den Messias erkannt. Weil er das Ziel seines Lebens erreicht hat, begehrt Simeon „von hinnen zu scheiden". Die Bachkantate „Ich habe genug", deren Textdichter unbekannt ist, wurde 1727 uraufgeführt. Ein halbes Jahr vorher war Bachs dreijährige Tochter Christiana verstorben. An sie erinnert das Wiegenlied des dritten Satzes der Kantate. Tyler Duncan, in Kanada geborener Bassist, intonierte das Werk, das am Beginn des Konzerts in Klosterlechfeld stand.
Jedes Jahr singt der Kammerchor Schwabmünchen unter seiner professionellen Leiterin Christine Freudenthaler-Brosch in der Wallfahrtskirche.

Gekonnt gefühlvoll

Der Vater von Johann Sebastian Bachs erster Frau, Johann Michael Bach, ist Komponist der Motette „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt", welche der Chor gekonnt gefühlvoll anstimmte. Der Text ist dem alttestamentarischen Buch Hiob entnommen. Die Zuversicht des Gläubigen spiegelt sich im Text am Hochaltar des Gotteshauses. In Bezug auf den Heiland des Gnadenbildes heißt es dort: „Ich bin die Zuflucht für alle, die sich in meinen Schutz begeben."

Der Kammerchor Schwabmünchen wurde durch einige Stimmen aus der Landsberger Chorgemeinschaft „Zu den Heiligen Engeln" verstärkt. Das machtvolle Können der rund50 Chorsängerinnen und -sänger zeigte sich eindrucksvoll beim Requiem in d-moll, das Anton Bruckner noch in seiner Zeit als Schullehrer in St. Florian 1847/48 komponierte, das er aber, wie viele seiner Werke, am Ende seines Lebens nochmals revidierte. „Dies irae, dies illa solvet saeclum in favilla, teste David cum Sibylla" - Der Tag des Zorns, jener Tag wird die Welt im Feuer vernichten, wie es David und Sibylle bezeugen - heißt es in der Sequenz der Totenmesse. Den Text, der aus der Feder italienischer Franziskaner um 1200 stammt, hat Bruckner für den zweiten Satz seines Requiems vertont. Doch bleibt es nicht bei der ausweglosen Perspektive. Mit den folgenden Sätzen kommt auch die Hoffnung und Zuversicht der Gläubigen.

Großartige Solisten

Anja Augustin (Sopran), Christina Epp (Alt), Christian Schumcrti (Tenor) und Tyler Duncan mit seinem wohlklingenden Bass übernahmen in großartiger Weise die solistischen Passagen von Bruckners großer Tonschöpfung. Am Ende des Konzertes läuteten die Glocken der Wallfahrtskirche „Maria Hilf". Danach bekamen die Musiker den hochverdienten Beifall.