Chorleiter:
Tobias Burann-Drixler
Tel.: 0172/7089295
E-Mail: tobias.drixler@gmx.de

1. Vorsitzender:

Dr. Jürgen Reichardt
Tel.: 08232/73268
E-Mail: vorsitzender1@kammerchor-schwabmuenchen.de

2. Vorsitzende:

Martina Maisterl
Tel.: 08195/932672
E-Mail: vorsitzender2@kammerchor-schwabmuenchen.de

Stimmbildner:

Florian Dengler
Homepage

Pressereferentin:

Sybille Heidemeyer
E-Mail: presse@kammerchor-schwabmuenchen.de


Schwabmünchner Allgemeine, 11.11.2005

Kammerchor bietet berühmte Werke

Konzert der Schwabmünchner Sänger in der Klosterlechfelder Wallfahrtskirche hat schon Tradition

Der Kammerchor Schwabmünchen gab ein Konzert in der Klosterlechfelder
Wallfahrtskirche. Bild: privat


Klosterlechfeld (zgm).
Die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ von Johann Sebastian Bach und die „Theresienmesse“ in B-Dur von Joseph Haydn: Mit diesen Werken begeisterte der Kammerchor Schwabmünchen jetzt bei seinem Herbstkonzert in der Wallfahrtskirche Maria Hilf. „Es ist bereits Tradition“, so Pfarrer Leinauer in seiner Begrüßungsrede,„dass der Kammerchor Schwabmünchen hier konzertiert.“

Als sich der Chor 1996 gründete, dachte wohl keines der Mitglieder daran, dass es möglich sei,über Jahre hinweg eine Kirche mit Menschen zu füllen, die dort die Früchte einer langen, vorausgegangenen Probenzeit genießen wollten. Der Chor schaffte es wieder und das Publikum erfreute sich an einem abwechslungsreichen Programm. Zuerst wurde die Bach-Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51 für Solo-Sopran, Trompete und Streichorchester aufgeführt. Dieses Werk sprüht vor Spielfreude, die vor allem in der Trompetenstimme und im sehr virtuosen Gesangspart deutlich wird. Die junge ungarische Sopranistin Júlia Hajnóczy meisterte ihre anspruchsvolle Aufgabe mit Bravour ebenso wie der Trompeter Hans Jürgen Huber, der mit seinem Instrument zauberte und die Zuhörer mit eigenen Verzierungen in barocker Manier verblüffte. Das Orchester „Capella Strumenti“ ließ den beiden Solisten viel Raum zum musizieren und setzte die Akzente wohldosiert an den richtigen Stellen und brillierte mit kammermusikalischen Qualitäten, die vor allem in der Klangfarbigkeit eine wohltuende Balance schafften.

Verstärkung durch Dießener Chor

Schon in den vergangenen Jahren stellte der Kammerchor Schwabmünchen unter Beweis, dass er durchaus imstande ist, berühmte Werke der Kirchenmusik zum Besten zu geben. Verstärkt durch den Dießener Münsterchor hat sich der Chorleiter Tobias Drixler mit der „Theresienmesse“an eine „Symphonie für Gesang und Orchester“ gewagt. Der Komponist Joseph Haydn hat in diesem Werk den rein instrumentalen Apparat der Symphonie mit Hilfe des liturgischen Messetextes ergänzt und damit zur Vervollkommnung gebracht. In der im Jahre 1799 entstandenen, groß angelegten Messe folgen sich Arien, Chorgesänge und orchestrale Zwischenspiele in sehr abwechslungsreichen
Stimmungen und Formen.

Ein Erlebnis

Das Orchester spielte mit viel Freude und Gespür für den jeweiligen Satz. Somit wurden beispielsweise das Gloria zu einem engelsgleichen Jubelgesang und das Agnus Dei zu einem energisch fordernden Ruf nach Frieden. Die vier Gesangssolisten Júlia Hajnóczy, Claudia Schneider (Alt), Marc Megele (Tenor) und Franz Schlecht (Bass) überzeugten auf ganzer Linie. Dadurch wurde u. a. das „Et incarnatus est“ im Credo zu einem Erlebnis. Auch der Chor verstand es hervorragend, die unterschiedlichen musikalischen Stimmungen darzustellen. So konnte es durchaus passieren, dass der Zuhörer durch einen wohlkalkulierten, präzise ausgeführten Fortissimo-Basseinsatz des Chores aus der vorangegangen träumerischen und ruhigen Stimmung des Solistenquartetts herausgerissen wurde. Die stimmlichen Fähigkeiten des Chores zeigten sich vor allem in den Spitzentönen der Sopranstimme und in den komplizierten Fugen, die von allen Stimmen bravourös gemeistert wurden.
Dirigent Tobias Drixler führte das Orchester, den Chor und die Solisten souverän und mit viel musikalischem Ausdruck durch das Konzert. Das Publikum honorierte die Leistung des Kammerchors mit lang anhaltendem Applaus.