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Landsberger Tagblatt, 13.12.2007

Sicherer und edler Klang

Adventskonzert Dießener Münsterchor und Kammerchor
Schwabmünchen begeisterten das Publikum

VON ANDREAS FREY

Dießen Am Sonntagnachmittag rief das Adventskonzert zum Besuch des Marienmünsters, und wie stets wurde der Ruf hundertfach erhört. Kein Platz war frei geblieben, denn schließlich lockte neben der einmaligen Atmosphäre auch ein besonderer musikalischer Höhepunkt. Aus
der Vereinigung von Dießener Münsterchor und Kammerchor Schwabmünchen sollte das Weih-
nachtsoratorium von Johann Sebastian Bach erwachsen. Entsprechend den niedrigen Temperaturen hatte Gesamtleiter Franz Günthner die Aufführung weise um rund eine halbe Stunde gestrafft.

Bestens vorbereitet waren die Musiker fast durchgängig in Pullovern und Mänteln erschienen. Doch der Optik tat dies kaum Abbruch und der Akustik noch weniger. Tatsächlich kam man aus dem Staunen nicht heraus, wie ungemein geschmeidig und präzise das Orchester des Marienmünsters sich trotz der schwierigen Umstände zu entfalten wusste. Trompetenfanfaren und Flötentriller ließen einander losschweben und fanden sich wieder,geradewegs so leicht wie durch die Luft fliegende Trapezkünstler. Dazu nun das freudige „Jauchzet, frohlocket": Rund 70 Kehlen waren durch die Vereinigung von Münsterchor und Kammerchor Schwab münchen vereinigt. Das hieraus entstandene Volumen war allerdings ein Mindestmaß für die Raumgröße.
Dank der kombinierten Chöre aber flossen die Stimmkaskaden mit sicherem und edlem Klang durch das Münster.

Klarer Tenor mit viel Gefühl

Erfreulich gut disponiert zeigten sich auch die Einzelstimmen. Nur von einer Orchesterorgel und vereinzelten Flötenklängen getragen besang Evangelist Klaus Donaubauer in klarem Tenor und bewegenden Tremoli die Abläufe des Weihnachtstages.

Dessen Gefühle bespiegelte die Stimme von Claudia Schneider mit tief angesetztem Alt: „Schlafe mein Liebster, genieße die Ruh!" Durch die Textkürzungen etwas zurückgesetzt fand sich der schlanke Sopran von Kumiko Koike. Umso mehr Prominenz genoss Bassist Maximilian Lika, dessen „Großer Herr und starker König" feierliches Beben und festliche Kraft verband. Mit
den glänzenden Einsätzen des Trompetenensembles Hans Jürgen Huber wurde daraus ein erhebendes Erlebnis.

Festlich illuminierte Verkündigungsbild

Nicht minder schön entwickelte das Orchester auch die leise „Krippenmotivik" aus liebzärtelnden Oboen und wiegenden Streichern. Wie so dann neuerlich der Chor aufstrahlte
und in der zunehmend ins Dunkel fallenden Kirche immer deutlicher das festlich illuminierte Verkündigungsbild im Altar hervortrat, da konnte sowohl vor dem geistigen Auge als auch im Herzen die Weihnachtsbotschaft Einzug halten. „Höre der Herzen frohlockendes Preisen": Mit diesem Thema im Kopfe verließen auch die Zuhörer dankbar das Konzert.

Schade nur, dass nicht wenigstens eine leichte Temperierung des Münsters möglich erscheint, damit solch freudige Musikerlebnisse irgendwann einmal auch ungekürzt möglich werden.