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Schwabmünchner Allgemeine, 20.12.2007

Weihnachtsoratorium
- ein Hörerlebnis

St. Felizitas Kammerchor Schwabmünchen führt Bachs Werk auf

Der Kammerchor Schwabmünchen gab in Bobingen ein Konzert. Fotos: Brigitte Kessler

Auch etliche Solisten wirkten mit (von rechts) Tobias Drixier, Kumiko Koike-Clausen,
Klaus Donaubauer, Maximilian Lika und Stephanie Hampl. Fotos: Brigitte Kessler

VON BRIGITTE KESSLER

Bobingen Der Andrang war groß, die Stadtpfarrkirche St. Felizitas gefüllt, als der Kammerchor Schwab-
münchen zu Gast war. Ein einmaliges Erlebnis für die Bobinger, drei von insgesamt sechs Kantaten der
berühmtesten und meistaufgerührten geistlichen Komposition von Johann Sebastian Bach, dem Weih nachtsoratorium, zu erleben.

Zwischen dem akustischen Hören oder dem Hören mit dem Herzen bestehe ein großer Unterschied, er-
klärte Hausherr Dekan Stadtpfarrer Albert Mahl zur Begrüßung. Das Werk eines großen Musikers kom-
me zu Gehör, das eine große Leistung sowohl des Komponisten als auch derjenigen Musiker sei, die es
aufführen.

Das Weihnachtsoratorium führt uns auf den Kern der Frohen Botschaft", so Mahl. Denn der Inhalt
dessen sei, diese Botschaft mit Glauben zu hören, mit Achtung, dass das Wunder der Geburt Jesu geschehen sei, sowie mit Respekt an den Glauben, dass Bethlehem eine Bedeutung für uns noch heute habe.

Viele Wochen hatte der Kammerchor Schwabmünchen für diese Aufführung geprobt, um das Oratorium
nach vielen Jahren wieder einmal im Landkreis Augsburg hören zu lassen. Seit 1996 besteht der Chor, den
Tobias Drixier, Kirchenmusiker der Pfarrei St. Felizitas in Bobingen, im Sommer 2002 als Leiter übernom
men hat. Der Organisator und künstlerische Leiter auch des Bobinger Musiksommers führte den Dirigentenstab. Souverän und ruhig lenkte er durch eineinhalb Stunden wunderbarer Musik, die vom Münsterchor Dießen und dem Orchester Capella Strumenti unterstützt und begleitet wurde.

Als Solisten wirkten mit: Die Sopranistin Kumiko Koike-Clausen, die in Japan und Deutschland Opern- und Konzertgesang studierte, Tenor Klaus Donaubauer, der an der Musikhochschule München Gesang studierte und sich der geistlichen Musik verschrieben hat. Die Münchnerin Stephanie Hampl mit ihrer umfangreichen Gesangsausbildung ist Trägerin mehrerer Preise und erfreute auch in Bobingen mit ihrer Alt-Stimme - zum Beispiel in der Arie des ersten Teils „Bereite dich, Zion, mit zärtlichen Trieben". Der Augsburger Maximilian Lika hat an der Musikschule Augsburg/ Nürnberg studiert und wurde schonmehrfach ausgezeichnet. Er besetzte den Bass in diesem Oratorium wie in der Arie des ersten Teils zu hören:„Großer Herr, o starker König".

Publikum applaudiert
lange und stehend

Ohne Unterbrechung, nur mit Sekunden Sammlung zwischen den drei Kantaten, erfolgte die Aufführung. Mit Pauken und Trompeten „Jauchzet und frohlocket" - eindrucksvoll die Ankunft Jesu im ersten Teil. In der zweiten Kantate „Und es waren Hirten in derselben Gegend" - folgte die Nachricht der Geburt Jesu an die Hirten, während im dritten Abschnitt - „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen" - die Weihnachtsnacht mit der Anbetung der Hirten im Stall beschließt.

Das Publikum in der Kirche bedankte sich - stehend und mit langem Applaus.